Fliege, ach Fliege

imageLetzte Woche endlich haben wir unseren Insektenschutz für die Fenster bekommen. Gerade rechtzeitig, denn die ersten Fliegen sind uns schon um den Kopf geschwirrt, als wir die Fenster weit öffneten um die warme Frühlingsluft hereinzulassen.

Rückblende – Planung LU1 und Schlussbesprechung

Während der gesamten Haus-Planungsphase wurde uns gesagt, wir müssten in Punkto Insektenschutz je Fenster mit plus/minus 100 Euro rechen. Diesen Preis möglichst genau abzuklären war uns wichtig, weil wir definitiv wussten, dass dieses Special Feature für uns ein Muss ist. Wir sprechen von einer mittelschweren Form der Nachts-nicht-einschlafen-können-und-morgens-sofort-auf-180-sein-durch-Fliegen-und-Moskito-Surren-Phobie 😉 Leider stellte sich bei der Schlussbesprechung heraus, dass der Insektenschutz für ein Fenster eher 300 Euro kostet, und das war uns dann zuviel. Nach langem Hin und Her und Enttäuschung bestellen wir für ein Fenster probehalber einen Spannrahmen mit. Es würde später nicht mehr kosten, weitere Spannrahmen nachzubestellen. Aber wahrscheinlich wäre es sowieso das Beste und ausserdem ein Leichtes, in “irendeinem Baumarkt” ein preisgünstiges Pendant zu besorgen.

Angebotspalette für den Insektenschutz

Leider bot uns kein Baumarkt eine Alternative zum passgenau auf unsere Fenster zugeschnittenen Insektenschutz. Letztlich mussten wir wieder unter den Spezialisten suchen und auf Profis zurückkommen: die Tischlerei Hammer Möbel. imageDie kamen zu uns, um jedes Fenster exakt zu vermessen. Trotz der genormten Größen gab es doch minimale Abweichungen. Geliefert wurde dann jedes Fenster entsprechend beschriftet: Zimmer, Küche, Bad… Sehr hilfreich bei der Montage: schnell merkten wir, dass die wenigen Millimeter im Einsetzen desselben Formats tatsächlich einen Unterschied machen. Auch wurden wir beraten bezüglich der Varianten für die Rahmen:

  • Spannrahmen – unsere Wahl für den Grossteil der Fenster, weil wir darin die günstigste stabile Lösung fanden.
  • Rollos dagegen sind schon etwas teurer, enthalten ausserdem mechanische Elemente, die gewartet werden müssen, und benötigen darüber hinaus einen Rollkasten, für den wir unter den Raffstores keinen Platz mehr hatten. Hätten wir also vorher schon berücksichtigen müssen (diesbezüglich macht es absolut Sinn, das in der Schlussbesprechung bereits festzulegen). Besonders dort, wo die Fensteröffnung nicht nur zum Lüften, sondern auch zum Teppiche ausschütteln oder Durchreichen von Gegenständen genutzt werden soll aber unbedingt praktisch.
  • Einen Drehrahmen haben wir für die Tür im Keller gewählt. Wieder war auch der Kostenfaktor entscheidend: die Drehtür (in eine Richtung öffenbar) ist günstiger als die Pendeltür (in beide Seiten öffenbar), und als Durchgangsöffnung grösser: der Rahmen braucht für das einseitige Öffnen weniger Platz und ist robuster.
  • Einen Schieberahmen haben wir im Wohnzimmer für die Tür vorgesehen. Hier sind zwei Glaselemente, von denen sich  nur eines als Tür öffnen lässt, vermutlich aber in erster Linie zum Lüften gebraucht werden wird. Die Doppeltür wollten wir bewusst freihalten, weil hier ständig ein und aus gegangen wird (eher störend, dann immer gleich zwei Elemente öffnen/schliessen zu müssen) und wir auch nicht sicher waren, wie sich ein und aus laufende Kinder auf die Haltbarkeit des Rahmens auswirken 😉
  • Und dann gibt es noch die Variante, die wir im Baumarkt gefunden haben: Rahmen zum selber zusammenbauen. Definitiv günstiger, allerdings mit Arbeit verbunden und weniger schön: die Farbauswahl ist eingeschränkt und der Rahmen ist sperriger – ginge an den Fenstern mit Raffstores gar nicht hinein. Wo brauchbar? Da wir nach wie vor täglich ausgiebig unseren Keller lüften (siehe Ein ideales Klima – für Schimmel) wollten wir auch hier einen Insektenschutz (nutzt ja sonst wenig im restlichen Haus), musste aber nicht schön sein (Lichtschacht) und Raffstores waren auch nicht im Weg.
Erste praktische Erfahrungen

Ein wenig sollen die Gitter auch einen Rausfallschutz für die Kinder bieten: dass das Sich-aus-dem-Fenster-lehnen nicht so naheliegend ist. Wirkt bereits! Das heisst auch, dass wir im Kinderzimmer beide Fenster mit Gittern versehen haben. In den anderen Räumen haben wir aus Kostengründen jeweils in einem Fenster einen Spannrahmen eingebaut, zum Lüften bzw. damit das Fenster gekippt bleiben kann. Tipp: vorher gut überlegen, wo man das Fenster auch zum Teppiche ausschütteln, als “Durchreiche“ oder ähnlich nutzen will. Bei uns z.B. zwischen Küche und Eingangstür: sehr hilfreich, noch schnell etwas hinaus geben zu können, Kompost-Eimer oder Aperolspritzer 😉 Das war sehr praktisch und vermissen wir nun mit dem Gitter. Das Herausnehmen klappt zwar einwandfrei, aber sooo schnell ist es dann auch wieder nicht gemacht.

De/Montage

Insektenschutz-Rahmen raus im Winter? Muss angeblich gar nicht unbedingt gemacht werden. Trotzdem sind wir froh, wenn sich die Elemente einfach anbringen und wieder lösen lassen. Hier gibt es wohl grössere Unterschiede!

spannrahmen
Nicht jeder Spannrahmen ist gleich simpel im Handling

Der Rahmen von Dabei lassen sich die Gitter von Hammer kann ohne Werkzeug eingebaut und entnommen werden. Im Vergleich dazu ist der Rahmen von Starmann (der eine Rahmen, den wir bei der Schlussbesprechung zu Testzwecken mitbestellt hatten, und der von derselben Firma geliefert wurde, die auch die Raffstores installiert hatten) mit einem Imbusschlüssel zu montieren bzw zu lösen. Noch eine Beobachtung im Vergleich: beim Rahmen von Starmann schleift der Raffstore am Gitter entlang! Erhöht die Haltbarkeit sicherlich nicht gerade. Resultat: wir kippen an diesem Fenster die Lamellen meist nur noch, um Licht herein lassen, anstatt sie ganz hinauf zu fahren. Auch nicht so prickelnd. Interessant, weil Starmann ja auch die Raffstores eingebaut hat… Gleicher Anbieter bedeutet also nicht automatisch auch Kompatibilität. Der Probekauf hat sich gelohnt.

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