Sommer, Sonne und die Temperaturen in unserem Holzhaus

Sommer 2015

Zum Update für 2016 ganz nach unten scrollen.

wpid-screenshot_2015-06-08-21-56-57-1.pngIm Winter versprachen wir ja, noch ein Statement zur Temperaturentwicklung in unserem Haus aus Holz und mit den großen Fensterfronten abzugeben. Nun qualifizieren uns die Temperaturen endlich das zu tun.

Während der kalten Jahreszeit…

…haben wir den Glashaus-Effekt sehr genossen. Sobald auch nur ein wenig die Sonne heraussen war, war es angenehm warm im Haus. Brachte uns ein bisschen ins Dilemma mit dem Regulieren der Heizung: meist brauchten wir sie gar nicht, aber wenn, dann dauerte es zu lange bis die Wirkung spürbar war, und wir konnten dann bereits wieder abschalten.

Die sommerlichen Temperaturen…
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Sonne ohne Ende – und eine Stromrechnung von 7 Euro für das Quartal 😉

…lassen sich im Griffner-Haus nun recht gut ertragen – solange es nachts abkühlt. Die heissen Tage der letzten Wochen, als auch nachts die Temperatur nicht mehr unter 20° fiel, brachten uns tagsüber 27° im Haus – bei Aussentemperaturen von 35°. Fühlt sich zwar angenehm erfrischend an, wenn man von draussen rein kommt, hält aber nicht sehr lange an 😉

Lessons learned
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    Alles zu, was zugemacht werden kann

    Again and again and again: ALLE Fenster mit Raffstores ausstatten. Hier hätten wir keine Abstriche machen dürfen. Zwar haben wir nur auf den kleinen Fenstern an der Nordseite darauf verzichtet, aber hier ist es nun trotzdem spürbar wärmer als in den beschatteten ost-, süd- und westseitigen Räumen.

  • Keller ebenfalls beschatten! Warum haben wir daran nicht gedacht? Jetzt haben wir im Keller auf der Westseite eine wunderbare Doppeltür aus Glas – ohne Beschattung. Und Wärme steigt bekanntlich auf. Hellooo Nachmittagssonne, hellooo Höchsttemperaturen. *kopfgreif* Und natürlich lagern wir unten das, was bitte kühl bleiben soll. Oder besser: Hätte bleiben sollen. Konjunktiv und Vergangenheit.
    Kurzer Exkurs in die Germanistik (Danke, Silke):

Der Konjunktiv II wird auch Irrealis genannt. [wie passend, seufz]  Der Konjunktiv II wird verwendet, um unmögliche und unwahrscheinliche Bedingungen oder Bedingungsfolgen zu benennen oder um auszudrücken, dass unter mehreren an sich möglichen Folgen infolge menschlicher Entscheidungen durch Ermessensgebrauch eine bestimmte Folge ausscheiden werde. (Wikipedia)

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    Das Sonnensegel ist jetzt Gold wert

    Auch wenn die Beschattung von drinnen deutlich weniger bringt als von draussen, werden wie es jetzt mit einem Vorhang probieren. Wohnraumlüftung wäre jetzt nett. Ziegelmassiv auch. Aber direkt vergleichen können wir es natürlich nicht. Und ob es für die paar Wochen im Jahr dafür steht. Jedenfalls hilft es, morgens 15 Minuten A) die Kellertür und B) das Dachflächenfenster zu öffnen, und einmal von unten nach oben durchziehen zu lassen. Ansonsten dunkeln wir parallel mit dem Sonnenverlauf ab, und öffnen jeweils auf der anderen Haushälfte die Fenster, so ist es erträglich. Und: wir lieben jetzt das Plantschbecken unserer Kinder – und liegen öfter drin als die Kleinen 😉

Wenn es drinnen überhaupt nicht auszuhalten ist, hilft ein Sprung ins kühle Nass. (Griffner via Facebook, 5. Juni 2015)


Update – Sommer 2016

Nach dem unglaublich heissen Sommer von 2015 ist es 2016 temperaturmässig deutlich entspannter. In dieser Saison liessen sich die Temperaturen im Haus angenehm durch die Beschattung regulieren. Es gab keinen Tag, an dem es uns im Haus zu heiss gewesen wäre.


Update – Sommer 2017

Wieder ein irre heisser Sommer mit mehreren Wochen, in denen es regelmässig über 35 Grad hatte. Wir haben Fenster und Raffstores durchgehend geschlossen und kippen nur jeweils auf der der Sonne abgewandten Seite (morgens bis mittags im Westen, nachmittags und abends im Osten) die Lamellen. So kommt genügend Licht ins Haus und die Temparatur bleibt angenehm kühl. Nachts lüften wir das ganze Haus.

Als es nachts auch nicht mehr unter 20-25 Grad hatte war entsprechend auch die Temperatur im Haus tagsüber bei 23-25 Grad – jedoch konstant und immer noch mit 10 Grad Differenz zur Aussentemperatur.

Einen Mehrwert brachte auch die zusätzliche Beschattung der Terrasse. Hier haben wir vorübergehend Sonnensegel montiert, welche noch durch eine elektrisch bedienbare Ziptex-Beschattung ersetzt wird. So konnten wir die Raffstores in unserem Wintergarten terrassenseitig geöffnet lassen und hatten es weiterhin angenehm kühl und zugleich hell im Haus.

Ausserdem haben wir festgestellt, dass die Isolation der Fenster tatsächlich ausgezeichnet ist: einmal haben wir an einem “Hot-hot-hot”-Tag in einem Zimmer eines der kleinen 80×80 Fenster gekippt vergessen – der Temperaturunterschied war gewaltig!

Fazit: Wir kommen mittlerweile bzw. aktuell sehr gut ohne Wohnraumlüftung / Klimaanlage zurecht. Wo jedoch die Hitze auch nachts dauerhaft nicht nachlässt gibt es wohl kaum eine andere Lösung, um das Haus wirklich kühl zu halten.

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