Rentabilität der Photovoltaik-Anlage

Wir werden oft gefragt, ob sich unserer Photovoltaik-Anlage überhaupt rechnet. Bis jetzt konnten wir nur sagen, ja, für uns stimmt es, da bei uns auch ein grosser Teil Ideologie und Umweltbewusstsein ist. Aber damit wir auch für die genauen Kalkulierer eine Antwort haben, haben wir das Ganze mal in konkrete Zahlen gefasst 🙂

Datengrundlage

Unsere PV-Anlage:

  • 3 kWp Anlage mit Fronius Wechselrichter
  • Ausrichtung Süd-West
  • Neigung 25%

 

Unser Jahres-Stromverbrauch (siehe Energieausweis am Prüfstand) 5350 kWh Kostenberechnung aufgrund Tarif “E-Privat Plus” Energie Steiermark.
Eigenverbrauch PV-Strom 1350 kWh 230 Euro Ersparnis
Eingespeister Überschuss 2100 kWh 100 Euro Vergütung
Kostenersparnis pro Jahr   330 Euro

Amortisation

Bei einem Anschaffungspreis (abzüglich Förderungen etc.) von ca. 5000 Euro würde sich die Anlage in ca. 15 Jahren rentieren. Wenn der Wechselrichter einmal ersetzt werden muss, erhöht sich die Dauer auf ca. 18 Jahre.

Je höher der Eigenverbrauch, desto schneller amortisiert sich die Anlage.

Deswegen laufen bei uns die Wärmepumpen-Heizung und -Warmwasserbereitung tagsüber, wenn wir Leistung aus der PV-Anlage bekommen. Genauso versuchen wir es mit Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler, welche sich entsprechend programmieren lassen. Wo möglich nutzen wir auch in der Küche die Sonnenzeiten, z.B. bei der Pyrolyse für das Backrohr, welche lange dauert und nicht zeitgebunden ist.

Ein weiterer Faktor ist der Strompreis. Sollte der aufgrund von E-Mobilität und Co. steigen, würde sich die Amortisationszeit entsprechend verbessern.

Fazit

Wir sind froh, diese Investition gemacht zu haben. Zugegeben, die Rentabilität hängt davon ab, wie viele Reparaturen in den nächsten 15 Jahren gemacht werden müssen. Dennoch ist der Gedanke, selbst Energie zu erzeugen und einen kleinen Beitrag zu leisten zu unserem Ökosystem, wichtiger für uns als eine Kalkulation auf Punkt und Komma.

Und wir überlegen uns immer wieder, wie wir noch effizienter werden und vielleicht noch ein paar Jährchen rausholen können. Ein Stromspeicher wäre beispielsweise geeignet, um Spitzen abzudecken und auch nachts eigenen Strom zur Verfügung zu haben. Da die Anschaffungskosten hier doch noch relativ hoch sind, vermuten wir eine deutlich länger Abschreibungszeit.

Interessant wäre: hat jemand bereits einen Stromspeicher im Keller? Wie sind eure Erfahrungen?

 

 

3 Comments

  1. Bei der Amortisationsrechnung müsste man genau genommen noch die Zinswirkung berücksichtigen.
    Wenn man davon ausgeht, dass die Anlagenkosten Teil des Darlehens sind, kostet diese durch Zinsen je nach Zinssatz, Tilgungssatz und Kreditlaufzeit noch ungefähr 1.000-1.500€ mehr. Das verlängert die Amortisationszeit auf Basis euer Zahlen um 3-5 Jahre.

    Allerdings finde ich den Ansatz das Thema ideologisch zu betrachten gut. Sich unabhängig von etwaigen Kostensteigerungen zu machen, ist in diesem Fall mehr Wert als nackte Zahlen und Rendite.

    Gruß,
    Mephi

    1. Super Hinweis, danke! Wir haben noch etwas Entscheidendes nicht berücksichtigt: der Wechselrichter gibt wohl üblicherweise nach 10 Jahren den Geist auf und muss erneuert werden… Wir werden unsere Rechnung nochmals aktualisieren. Zwischenzeitlich bleibt die Ideologie auf jeden Fall 🙂

      1. In jedem Fall ein tolles Haus und interessante und gut gemachte Dokumentation! Hat Spaß gemacht zu lesen…

        Gruß,
        Mephi

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s