10 Fehlannahmen beim Hausbau

Vermutlich waren es mehr als zehn. Egal 😉 Hier unsere “zehn” grössten Fehleinschätzungen, über die wir heute ein wenig schmunzeln müssen – oder zu denen wir Aha-Effekte hatten, die wir gerne weitergeben möchten.

Gressl13 EG Neu_Edition_2013_04_Classic_170_3_A_CH_DIn der Planung

1. Genau so wollen wir’s

Sieht top aus, das Musterhaus. Würden wir eigentlich gerne direkt einziehen. Passt einfach alles. Nur ein zwei Kleinigkeiten vielleicht… Ja und so fängt es an, und am Ende plant man doch super aufwändig und individuell. Na wenigstens hat uns unsere Beraterin schon gewarnt, dass das viele Kunden am Anfang sagen und am Ende doch jeder sein ganz eigenes Ding draus macht… Ist ja auch gut so 🙂 Einfach den (Zeit) Aufwand muss man kalkulieren, sich im Klaren sein, dass das dann alles entsprechend länger dauert.

2. Fragen kostet nichts

Mehrmals wurden uns nach dem Angebot Kosten in Rechnung gestellt, mal für die bereits begonnene Erstellung von Plänen, mal für Stornogebühren etc. Und dies jeweils trotz expliziter Klärung der Unverbindlichkeit.

3. Das besprechen wir dann später noch

Auf keinen Fall. Never. Sofort! Alles was später kommt, wenn man mal committed ist bzw. unterschrieben hat, wird teurer.

4. Handschlag-Qualität

Wer darauf verweist will vielleicht auch einfach bei den Verträgen eine lockere Partie machen. Und sich danach die gleichen Hände, auf die gerade noch geschworen wurde, in Unschuld waschen. Finger weg vom Handschlag als Ersatz für Schriftliches.

wpid-20140830_120608.jpgBeim Bau

5. Die wissen schon was die da tun, die sind ja Profis

Mittlerweile wissen wir: es gibt ein paar super kompetente Profis, aber auch Profis denken nicht immerzu an jede Kleinigkeit. Errare humanum est. Und dann gibt es ja auch noch ganz viele andere – es dürfen ja nicht nur die besten 3 aus jedem Jahrgang den Job ausüben. Und schliesslich gibt es für ziemlich viele Baufragen ziemlich viel Für und Wider, je nach Ausgangslage und Bedürfnissen. Und nicht immer gibt es am Ende nur eine sinnvolle Lösung. Drum: Sich einmischen, nachfragen, dranbleiben – unbedingt und immer wenn einem etwas komisch vorkommt.

6. Die Versicherungen schliessen wir ab, damit wir sie nicht brauchen

Sehr, sehr dankbar waren wir während des Baus für unsere Rechtsschutzversicherung. Ein guter Anwalt kann nicht schaden. Kein Scherz und keine schnippische Bemerkung. Eine kompetente Rechtsauskunft ist super hilfreich und hat uns bereits so manche Fragen, Sorgen und Ängste gelöst.


dsc_0070Beim Umzug

7. Ist ja gar nicht so viel

Das haben wir ganz schnell. Wir haben ja gar nicht so viele Sachen. Und wir sind ja gut organisiert. Ha. Ha. Ha. Drei Mal gemacht und trotz “Diesmal wissen wir es besser“ immer nochmal radikal daneben gelegen. Nicht unterschätzen und Kraft und Zeit aufsparen, damit der Einzug zum Highlight wird, und nicht zum Lowlight 🙂

20160613_095130Alles fertig

8. Wenn’s läuft, dann läuft’s

Auch wenn man ein top Haus gebaut hat, ohne Pfusch und mit lauter Profis und 1A-Qualität – wachsam bleiben! Unsere Photovoltaik-Anlage hatte bereits zwei Mal einen Fehler. Hätten wir ewig nicht bemerkt wenn wir nicht regelmäßig die Leistung gecheckt hätten. Warf einfach keinen Ertrag mehr ab. Fällt ja so jetzt nicht auf, Strom haben wir trotzdem. Also: alle Anlagen regelmäßig checken!

9. Man baut nur einmal

Stimmt vielleicht schon, aber zugleich braucht man die Professionisten, die Handwerker, die verschiedenen Firmen doch immer wieder für eine andere Baustelle. Es gibt gar nicht so viele, mit denen man dann gerne wieder zusammenarbeitet. Und natürlich kann man auch – trotz aller Sorgfalt – immer wieder auf eine Garantieleistung oder andere Services angewiesen sein. Partner, denen man vertrauen kann, sind unbezahlbar. Es lohnt sich, nachhaltige Beziehungen zu gestalten beim Bau, und weiter zu denken, als bis zum Abschluss der Arbeiten.

10. Das machen wir dann später irgendwann mal

Wir schreiben’s hier jetzt einfach auch – obwohl das vermutlich eh alle Bauherr/innen weltweit im common sense berichten: Wenn der Hausbau mal abgeschlossen ist, ist man erstmal heilfroh. Und jede neue Baustelle, die man sich dann aufreisst, ist ungleich komplizierter, als wenn man es gleich mitgemacht hätte. Wir wollen jetzt unseren Keller ausbauen. Das heisst nun aber, dass alle Baugeräte über die schön gepflasterte Auffahrt brettern. Das heisst alle mittlerweile im Keller deponierten Möbel und Kisten wieder ausräumen (und wohin?). Und das heisst wieder alle Gewerke auf’s Neue koordinieren. Es geht natürlich einfach nicht immer alles auf einmal, das ist klar. Trotzdem: was immer möglich ist sofort machen. Über unser Carport sind wir endlos froh – auch wenn alle gesagt haben, das können wir ja später noch. Die Zufahrt ebenso. Was erledigt ist, ist erledigt. Und wird jeden Tag genossen.

Feel free to comment – eure Erfahrungen und lessons learned sind herzlich erwünscht!

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