Kaminofen – Love & Loss

Wir lieben ja unseren Kaminofen. Auch mitten im Sommer hören wir unsere Kinder immer wieder:

Mama, Papa, können wir endlich mal wieder den Ofen einheizen?

Nichts geht über das steinzeitliche kollektiv-meditative “Ins-Feuer-schauen”, das wissen schon unsere Kleinsten 😉

Zu Weihnachten haben wir eine Riesenladung Feuerholz geschenkt bekommen, damit wir “aus dem Vollen schöpfen können”, und das tun wir tatsächlich mit Leidenschaft!

Bereits in der Entscheidungsfindungs-Phase pro / contra Ofen haben wir festgestellt: es gibt kaum ein Thema beim Hausbau, bei dem sich alle so einig waren, dass sie diese Investition nicht bereuen, wie beim Kaminofen. Sauna, Pool, Wohnraumlüftung und Co. – da gab es immer mindestens gleich viele Stimmen dagegen wie dafür und unzählige die im Nachhinein sagten: wäre echt nicht nötig gewesen, nutzen wir kaum, kostete zu viel für den tatsächlichen Wert im Alltag. Nicht so beim offenen Feuer, wo tatsächlich 100% der von uns Befragten meinten, allein schon wegen dem Feeling, aber auch wegen dem Heizwert in Übergangszeiten, hätte sich diese Entscheidung total gelohnt.

Also gut, wir haben uns überzeugen lassen und letzten November einen gemauerten Kamin montieren lassen.

Nun folgt die “Abrechnung” als sachliche Entscheidungshilfe:

  • Kosten für die Anschaffung / Montage. Hier ist der Preis naturgemäss sehr unterschiedlich, je nachdem für welchen Anbieter, welches Modell, Aufbau, Glasflächen etc. man sich entscheidet, beginnend wohl bei etwa 7.000 EUR, nach oben hin offen 😉 Doch Achtung: Kosten verursacht der Ofen nicht nur in der Anschaffung!
  • Kosten für das Feuerholz. Ein Festmeter Laubholz kostet ca. 80 EUR. Wie lange man damit auskommt hängt natürlich davon ab, wie viel man heizt. Für uns war ein Festmeter etwa ausreichend.
    Was wir absolut nicht bedacht, nie gehört und entsprechend auch nicht eingerechnet haben: Kosten für den Rauchfangkehrer! Das hatten wir effektiv nicht mit bedacht, denn nun fallen 72 EUR im Jahr an für das Kamin kehren.

Wie sieht es nun andererseits mit dem Mehrwert des Ofens für unser Haus aus?

  • Ersparnis Heizkosten. Bei einem Strompreis von 18 Cent pro kWh müssten wir 400 kWh einsparen um auf Null zu kommen – noch ohne die Kosten für das Brennholz! Wenn man einen Festmeter verheizt müsste man 450 kWh Strom einsparen. Das wären ca. 15%. Unsere Heizkosten sind aufgrund der 1A-Griffnerhaus Qualität extrem niedrig. Viel sparen kann uns hier der Kaminofen also ohnehin nicht. Wir haben nun de facto trotz Ofen ca. gleich viel Strom verbraucht wie das Jahr davor. Also keine Ersparnis – hatten es aber definitiv kuscheliger 😊 und das bringt uns zum entscheidenden Punkt:
  • Demgegenüber stellen wir den emotionalen Wert von Gemütlichkeit, Feeling, Ambiente, Wohlfühlfaktor – unbezahlbar 😉

Als Fazit würden wir sagen: rechnerisch ist der Kaminofen für unser Haus ein klares Verlustgeschäft. Und: wir würden es sofort wieder tun! 😀

Draussen ungemütlich und unfreundlich, Nebelwetter, Schnee und Eis, dunkel, feucht und kalt – und dann drinnen im Warmen sitzen, mit einer heissen Tasse Tee, Kaffee, Kakao vor dem knisternden Feuer… Das ist einfach Wohlfühlen pur.


Siehe auch Ofenfenster reinigen – gewusst wie!

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